Wie viel wird von der Schilddrüse weggenommen ?

Die moderne Schilddrüsen-Chirurgie orientiert sich am jeweils erkrankten Bereich der Schilddrüse. Das kranke Schilddrüsengewebe - sei es nun knotig oder überfunktionierend - wird reseziert. Gesundes, funktionell normales Schilddrüsengewebe wird erhalten. Auch diese Einschätzung muss dem erfahrenen Operateur überlassen werden. Solitäre Knoten werden zur sicheren Entfernung zusammen mit einem gesunden Gewebssaum entfernt, ein großer Teil der normalen Schilddrüse kann verbleiben. Bei vielen Knoten muss eine ausgedehnte Resektion (subtotal, fast total oder total) der Schilddrüsenlappen erfolgen . Bei schweren Überfunktionen darf nur wenig Restgewebe zurückbleiben, da sonst - wie zuvor beschrieben - das erneute Auftreten der Hyperthyreose droht. Beim Schilddrüsenkrebs ist die totale Entfernung der Schilddrüse fast ausnahmslos obligatorisch.

(Muß ich schildrüsentabletten nehmen)

Kann man ohne Schilddrüse leben, kommt es nach der Operation zu einer Gewichtszunahme ?

Verbleibt zu wenig gesundes Gewebe oder ist die Schilddrüse ganz entfernt, so muß die Schilddrüsenfunktion ersetzt werden. Dies geht ganz einfach mit der Einnahme der bereits erwähnten Schilddrüsen-Hormontablette. Mit Hilfe von Blutabnahmen kann heute die Dosierung individuell auf jeden einzelnen Patienten und sein noch vorhandenes Restschilddrüsengewebe abgestimmt werden.

Bei einer guten Einstellung sind Gewichtszunahme oder andere organische Zeichen eines gestörten Hormonhaushaltes nicht zu befürchten. Dieses Problem würde nur eintreten, wenn die Dosierung der Hormone zu niedrig bemessen wird oder der Patient die Tablette nicht einnimmt. Bei einer guten Nachsorge und regelmäßigen Kontrollen kann diese Situation niemals eintreten.

Oft kann bei der Operation ausreichend gesundes Gewebe belassen werden. Der Körper behält dann seine Eigenversorgung mit Schilddrüsenhormonen und benötigt keine Unterstützung durch Hormontabletten.

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