Die subtotale Resektion

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Die subtotale Resektion (belassener Schilddrüsenrest zwischen 3 und 6g)

Die subtotale Resektion war über Jahrzehnte hindurch das Standardverfahren in der Strumachirurgie.

Operatives Vorgehen: Nach Freilegung der Struma zunächst Isthmusspaltung und Darstellung der Trachea, Ligatur und Durchtrennung der oberen Polgefäße, Mobilisierung des Schilddrüsenlappens und Resektion des knotigen Gewebes bis auf einen ca. daumenendgliedgroßen Rest.  In früheren Zeiten wurden ausgedehntere Resektionen ungern durchgeführt, um dem Nervus laryngeus recurrens nicht zu nahe zu kommen bzw. ihn zu schädigen.  Zwangsläufig wurden dadurch im Restlappen mitunter Knoten hinterlassen, die in der Folge zu Rezidiven führten.  Der heutige Operationsstandard mit der konsequenten Recurrens- und Nebenschilddrüsendarstellung (Abb. 2) erlaubt im Bedarfsfall auch ausgedehntere Resektionen und führt schließlich in vielen Fällen zu einer fast totalen oder totalen Lobektomie bzw.  Thyreoidektomie.  Somit ist heute eine subtotale Resektion nur dann vertretbar, wenn der verbliebene Restlappen ein normales homogenes, nicht knotiges und nicht funktionell überaktives Gewebe enthält.  Nach einseitig subtotaler Resektion ist durch den kompletten Erhalt des kontralateralen Schilddrüsenlappens eine normale Schilddrüsenfunktion wahrscheinlich, bei beidseits subtotaler Resektion eher unwahrscheinlich.  Das weitere Nachsorgeprogramm klärt schließlich die Frage der Substitutionspflicht und deren Dosierung.