Lobektomie

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(komplette, extrakapsuläre Lappenentfernung = Hemithyreoidektomie, wenn beidseitig erfolgt = Thyreoidektomie)

Eine Lobektomie stellt eine totale Lappenentfernung dar.

Operatives Vorgehen: nach Ligatur und Durchtrennung der oberen Polgefäße erfolgt die komplette Mobilisierung des Lappens und die sorgfältige Darstellung des Nervus laryngeus recurrens in seinem gesamten Verlauf. Von bedeutender Entscheidung zur Vermeidung postoperativer Hypocalcämien ist die sorgfältige Präparation der Nebenschilddrüsen, die vor allem bei der Totalentfernung des Schilddrüsenlappens von der Schilddrüsenkapsel abpräpariert und geschont werden müssen. Eine ausreichende Gefäßversorgung der nur wenige Millimeter großen Epithelkörperchen muss gewährleistet sein. Unter ständiger Sichtkontrolle der anatomischen Strukturen wird der Schilddrüsenlappen unter selektiver Ligatur der Äste der unteren Schilddrüsenarterie total entfernt. Bei Schilddrüsenkarzinomen muss in diesem paratrachealen Bereich auch eine ausgedehnte Lymphknotenentfernung (= sog. zentrales Kompartement) bis zur oberen Thoraxapertur erfolgen.