Enukleationsresektion

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Die Enukleationsresektion - der "Minimaleingriff an der Schilddrüse"

Die Enukleationsresektion stellt das typische Operationsverfahren für solitäre Knoten dar. Dieses Verfahren geht mit dem minimalsten Parenchymverlust einher und ist somit funktionserhaltend. Nicht möglich ist dieses Verfahren bei begründetem Malignitätsverdacht (hier sollte eine komplette Lappenentfernung erfolgen). Operatives Vorgehen: nach Freilegung der gesamten Schilddrüse werden beide Lappen sorgfältig mit dem Finger abgetastet und nochmals sichergestellt, dass es sich tatsächlich um einen solitären Knoten der Schilddrüse handelt, ein Korrelat mit dem präoperativen Ultraschall wird hergestellt. Wird das restliche Schilddrüsenparenchym als unauffällig eingestuft, so kann der Knoten zusammen mit einem gesunden Parenchymsaum reseziert werden. Eine Verletzung des Knotens sowohl durch Fassinstrumente, als auch im Zuge der Resektion ist unbedingt zu vermeiden, da jedes Adenom bis zum definitiven histologischen Befund als potentiell maligen gelten sollte und somit immer eine Resektion im Gesunden erforderlich ist. Wenn dieser Knoten im ventralen oder isthmusnahen Schilddrüsenbereich liegt, so kann die Darstellung des Stimmbandnerven und der Nebenschilddrüsen unterbleiben, da ein ausreichender Resektionsabstand vorliegt. Die Resektion erfolgt mittels Klemmen. Ein neues Operationsverfahren ist die praktisch blutungsfreie Resektion mit dem Ultraschallskalpell. Klemmen sind dabei nicht erforderlich, die Versorgung des Schilddrüsenlappens erfolgt mit einigen Kapselnähten. Gesundes Schilddrüsenparenchym bleibt ausreichend vorhanden, eine Hormonersatztherapie (Substitution) ist in diesen Fällen selten erforderlich, sofern nicht bereits präoperativ eine Unterfunktion bestand.