Der Tag der Operation

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Die Narkose und die ersten 24 Stunden

Vor der Operation erhalten Sie eine Beruhigungstablette (üblicherweise Praxiten@), die Ihnen die Nervosität vor dem Eingriff nehmen soll. Sie sind zu diesem Zeitpunkt aber gut ansprechbar und nicht "betäubt". Im Operationssaal werden Sie vom Operateur und vom Narkosearzt (oder der Narkoseärztin) begrüßt.

Die Narkose

Zu Beginn der Narkose erhalten Sie eine Verweilkanüle (= Venflon), sie spüren dabei lediglich einen Nadelstich wie bei einer Blutabnahme. Anschließend erhalten Sie Ihr Schlafmittel injiziert und schlafen ein. (Die Narkose wird also mit einem sog. Injektionsnarkotikum üblicherweise Propofol eingeleitet). Dadurch spüren Sie alle weiteren Vorgänge nicht. Dann erhalten Sie ein Schmerzmittel (Analgesie) und eine Entspannung der Muskulatur (Relaxierung). Sie werden intubiert, das heißt, dass Ihr Anästhesist einen Schlauch in die Luftröhre legt und Ihre Lunge gezielt mit einem Sauerstoff-Gasgemisch beatmet wird ( Inhalationsnarkotika). Damit wird Ihre Narkose bis zum Ende der Operation aufrechterhalten.

Nach dem Ende der Operation wachen Sie nahezu schmerzfrei auf. Sie sind ansprechbar, aber noch schläfrig. Zur anhaltenden Schmerzfreiheit erhalten Sie zusätzlich eine Dauer-Schmerzinfusion für den ganzen Operationstag. Sollten dennoch Wundschmerzen auftreten, so teilen Sie das der betreuenden Krankenschwester oder dem Krankenpfleger mit, damit die Infusion höher dosiert werden kann.

2-3 Stunden nach Ende der Operation sind Sie wach genug, um mit Ihrer Umgebung normalen Kontakt aufzunehmen. Übelkeit und Erbrechen sind nach Strumaoperationen manchmal unvermeidlich, auch dagegen kann meistens mit einer Kurzinfusion Abhilfe geschaffen werden.

Am Tag der Operation dürfen Sie nicht aufstehen. Frühestens 6 Stunden nach der Operation erhalten Sie erstmals schluckweise Tee, feste Nahrungsmittel werden Ihnen aber nicht verabreicht.