Der Solitäre Knoten - Operatives Vorgehen

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Die Enukleationsresektion ist (wie bereits oben erwähnt) das wenig invasivste Verfahren in der Schilddrüsenchirurgie und hat bei echten solitären kalten oder heißen Knoten einen funktionserhaltenden Stellenwert, eine Substitution mit Schilddrüsenhormon ist meistens nicht notwendig. Wie schon zuvor erwähnt, ist diese eingeschränkte Resektionsform nicht möglich, wenn ein Knoten den gesamten Lappen einnimmt oder wenn die präoperative zytologische Diagnostik eine follikuläre Neoplasie oder gar ein Karzinom vermuten lässt. In diesen Fällen gilt die Lobektomie als Empfehlung. Bei Malignitätsverdacht, sei es durch präoperative Punktionszytologie oder durch den intraoperativ makroskopischen Aspekt des aufgeschnittenen Präparates muss grundsätzlich eine Schnelischnitt-Untersuchung durchgeführt werden. Ein unklarer Schnellschnittbefund erfordert die komplette Lappenentfernung, eine Karzinomdiagnose erfordert eine Thyreoidektomie (beidseits extrakapsuläre Lappenentfernung, mit zentraler und parajugulärer Lymphadenektomie).