Morbus Basedow - Operatives Vorgehen

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Da bei der Basedow-Hyperthyreose durch die ungeregelte Stimulation sämtlicher Schilddrüsenzellen (durch den TSH-Rezeptor-Antikörper) das gesamte Schilddrüsenparenchym betroffen ist, muss eine ausgedehnte Parenchymresektion (im Idealfall Thyreoidektomie) durchgeführt werden. Bewährt hat sich die einseitig komplette Lappenentfernung mit kontralateraler ausgedehnter Resektion oder fast totaler Lobektomie en bloc. Vor allem nach langfristiger thyreostatischer Therapie ist die Operationstechnik beim Morbus Basedow technisch anspruchsvoll. Bei zu großen Schilddrüsenresten tritt ein Hyperthyreoserezidiv innerhalb des ersten postoperativen Jahres auf, ein therapeutisches Dilemma für Patient und behandelnde Ärzte, da der chirurgische Eingriff meist als Therapie der letzten Wahl gewählt wurde.