Morbus Basedow (immunogene Hyperthyreose)

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Ein Operationspräparat einer schweren Basedow-Hyperthyreose; die Schilddrüse ist hier komplett entfernt (Thyreoidektomie en bloc)

Der M. Basedow ist die schwere Hyperthyreoseform. Bei dieser immunogenen Überfunktion (Autoimmunhyperthyreose), liegt eine permanente, nicht regulierbare Aktivierung aller Schilddrüsenzellen durch TSH-Rezeptor-Antikörper (=TRAK Ursache der AK-Bildung unklar) vor. Wie das TSH (siehe Regulation und Funktion) haben auch diese TSH-Rezeptor-Antikörper eine (lang wirksame) stimulierende Wirkung auf die Schilddrüsenzelle, die nun permanent und nicht steuerbar viel zu viel Schilddrüsenhormon produziert. 

Symptome:

 Neben den bereits im Kapitel "Überfunktion" beschriebenen Beschwerden (Herzjagen und Herzrhythmusstörungen, Nervosität, Schweißausbrüche, Händezittern, rasches Ermüden und Erschöpfungsgefühl, verminderte Leistungsfähigkeit, Gewichtsverlust, Heißhunger, Durchfall, Haarausfall oder Schlafstörungen) sind die Basedow-Augen (Exophthalmus, endokrine Orbitopathie), also das Hervortreten der Augen, ein typisches Symptom, das in ungefähr der Hälfte dieser Patienten vorhanden ist.

Therapie: 

Spätestens nach einem Jahr erfolgloser Tablettentherapie (Thyreostatika) sollte eine Operation durchgeführt werden. Bei eintretender Tablettenunverträglichkeit muss man sich rascher zum operativen Eingriff entschließen. Dabei soll möglichst viel Schilddrüsengewebe (fast totale oder totale Thyreoidektomie) entfernt werden, da andernfalls ein neuerliches Auftreten der Überfunktion droht. Bei nicht oder nur gering vergrößerter Schilddrüse kann als Alternative auch eine Therapie mit radioaktivem Jod durchgeführt werden.

 

Das Szintigramm eines M. Basedow

 

Morbus Basedow - Operatives Vorgehen