Heißer Knoten

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Der heiße (autonome) Knoten

Der heiße Knoten ist ein Knoten, der mehr Schilddrüsenhormone produziert als gesundes Schilddrüsengewebe, dadurch entsteht eine "latente" oder "manifeste" Überfunktion. Heiß, weil im Szintigramm zu sehen ist, dass er die meiste Aktivität des radioaktiven Isotops speichert und verarbeitet, und autonom, weil er eigenständig Hormone produziert, obwohl er keinen Befehl von der Hirnanhangsdrüse dafür bekommt. (siehe Regulation und Funktion)
Bei diesem Knoten besteht - im Gegensatz zum kalten Knoten - kein Krebsverdacht, er ist fast immer gutartig. Doch schädigt er durch seine Schilddrüsenhormon-Überproduktion den Organismus, insbesondere das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem, und verursachen oft Nervosität, Schweißausbrüche, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Schlafstörungen, Verdauungsbeschwerden u.a.. Es kann ein einzelner (solitärer) autonomer Knoten vorliegen oder die Schilddrüse von vielen heißen Knoten durchsetzt sein. In jedem Fall sollte eine operative Entfernung aller Knoten durchgeführt werden. 

Eine unbehandelte Überfunktion ist gefährlich und kann zu krisenhafter Erkrankung führen. Langfristig sind Schäden an zahlreichen Organen die Folge . Bei der Überfunktion ist neben der Operation und der medikamentösen Therapie auch eine Radio-Jod-Therapie (Schilddrüse wird mit radioaktivem Jod zerstrahlt) möglich, vor allem wenn ein zu hohes Operationsrisiko vorliegt.

Das Szintigramm eines heißen Knotens

 

Autonomie - Operatives Vorgehen